Verlustverrechnung

Abschlagsteuer - Verlustverrechnung bei der neuen Abschlagsteuer ab dem 01.01.2009

Die Abschlagsteuer wird im Januar 2009 eingeführt und betrifft die Besteuerung von Kapitalerträgen, also von Zinsen, Dividenden und Veräußerungsgewinnen. Gleichzeitig ändert sich mit Einführung der Abschlagsteuer aber auch die Verlustverrechnung.

Bisher hatten Anleger die Möglichkeit, erzielte Kursverluste aus Aktiengeschäften mit Gewinnen und Verlusten aus anderen Börsengeschäften zu verrechnen. Eine Verrechnung mit Zinsen und Dividenden war hingegen nicht möglich. Auch konnten Verluste entweder im Jahr des Entstehens mit anderen Gewinnen aus Börsengeschäften verrechnet oder aber in die Zukunft vorgetragen werden.

Vor 2009 erzielte Kursverluste können jetzt nur noch bis ins Jahr 2013 vorgetragen und mit anderen Einkunftsarten verrechnet werden. Danach ist es nur noch möglich, diese Verluste zum Beispiel mit Gewinnen aus Immobiliengeschäften zu verrechnen.

Durch die Einführung der Abgeltungssteuer ändert sich das Prinzip der Verlustverrechnung grundlegend.

So dürfen ab 2009 Verluste aus Wertpapieren nur noch mit Gewinnen der gleichen Einkunftsart, also mit Zinsen, Dividenden und anderen Kursgewinnen, verrechnet werden. Eine Verrechnung mit anderen Einkünften ist somit ausgeschlossen.

Es gibt jedoch noch eine Besonderheit: Gewinne aus Aktiengeschäften dürfen ab 2009 nur noch mit Verlusten aus Aktiengeschäften verrechnet werden. Somit werden Verluste mit Einführung der Abschlagsteuer uneinheitlich behandelt, was bei Anlegern zur Verunsicherung führt.

Um Alt- und Neuverluste besser voneinander trennen zu können lohnt es sich, zwei Depots zu eröffnen.

Bei Gewinnen aus Immobiliengeschäften ändert sich durch die Einführung der Abschlagsteuer hingegen nichts: Nach einer Haltefrist der Immobilie von wenigstens 10 Jahren bleiben diese Gewinne in voller Höhe steuerfrei - ein Plus für Anleger geschlossener Immobilienfonds!

Die Verlustverrechnung wird künftig auf der Ebene einer Bank vollzogen. Diese verrechnet Gewinne und Verluste eines Kunden und besteuert die hieraus entstandene Differenz. Konnten Verluste in einem Jahr nicht vollständig gegengerechnet werden, können sie entweder ins nächste Jahr vorgetragen oder mit Gewinnen bei einer anderen Bank verrechnet werden.

Hierfür stellt die Bank, bei der die Verluste erwirtschaftet wurden, eine entsprechende Bescheinigung aus.
Aus Gründen der bessern Übersicht ist es ratsam, über Depotverlagerungen nachzudenken. Wenn das Wertpapierdepot nämlich bei nur einer Bank geführt wird, ist dies für die Verlustverrechnung deutlich einfacher.


Weitere Änderungen durch die Abschlagsteuer ab dem 01.01.2009:

Änderungen bezüglich des Halbeinkünfteverfahrens ab dem 01.01.2009:
Das Halbeinkünfteverfahren ab dem 01.01.2009

Spekulationsfrist und die Änderungen ab 2009:
Neue Regelungen bezüglich der Spekulationsfrist

Zu beachten ab dem 01.01.2009:
Beachten Sie Ihren persönlichen Steuersatz ab dem 01.01.2009