Persönlicher Steuersatz

Abschlagsteuer - Persönlicher Steuersatz und die Auswirkungen ab dem 01.01.2009

Kapitalerträge sind Einkommen im Sinne des Steuergesetzes und müssen daher versteuert werden. Nach bisheriger Rechtssprechung wurden jedoch unterschiedlicher Steuersätze angewandt, die mitunter zur Verwirrung führten.

Einkommensteuerrechner - Schnellberechnung

 

Jahr: (2015*: Berechnung mit 8472 Euro Grundfreibetrag)

Veranlagung:

Kichensteuer:

zu versteuerndes Einkommen in Euro:

So müssen derzeit Anleger, deren Sparerfreibetrag bereits ausgeschöpft ist, auf darüber hinausgehende Zinsen und Zinserträge 30% Kapitalertragssteuer sowie 5,5% Solidaritätszuschlag bezahlen. Mit dieser Zinszahlung ist die Besteuerung jedoch nicht abgeschlossen, sondern sie wird lediglich als Vorauszahlung angesehen und muss in der Steuererklärung nochmals angegeben werden. Hier erfolgt die Besteuerung dann zum persönlichen Steuersatz, der mitunter 42% betragen kann.

Gleiches gilt bei Ausschüttungen von Investmentfonds oder Dividendenzahlungen. Auch hierfür kann der Sparerfreibetrag eingesetzt werden. Sofern dieser jedoch verbraucht ist, müssen die Erträge mit dem persönlichen Steuersatz versteuert werden.

Aktuell können Besitzer von Aktien und Investmentfonds jedoch noch das Halbeinkünfteverfahren auf Dividenden genießen. Nach diesem Verfahren bleiben 50% der Dividenden von Aktien und Fonds steuerfrei. Mit Einführung der Abschlagsteuer entfällt dann das Halbeinkünfteverfahren, wodurch Dividenden in voller Höhe versteuert werden müssen.

Anleger, die bisher Kursgewinne aus Wertpapieren erzielt haben, konnten diese, nachdem sie die Papiere länger als ein Jahr gehalten hatten, steuerfrei erhalten. Diese Jahresfrist wird Spekulationsfrist genannt. Werden Kursgewinne unterjährig erzielt, wenn also zwischen Kauf und Verkauf der Wertpapiere weniger als ein Jahr vergeht, mussten diese mit dem persönlichen Steuersatz versteuert werden.

Dies gilt jedoch nur für Gewinne, die den Freibetrag von 512 Euro übersteigen. Geringere Kursgewinne sind auch innerhalb der Spekulationsfrist steuerfrei. Mit Einführung der Abschlagsteuer 2009 entfallen sowohl die Spekulationsfrist wie auch der Freibetrag.

Die unterschiedliche Besteuerung der Kapitalerträge soll mit Einführung der Abschlagsteuer im Januar 2009 geändert werden, denn ab dann werden alle Kapitalerträge, ob Zinsen, Dividenden oder Veräußerungsgewinne pauschal mit 25% Abgeltungssteuer belastet. Diese Steuer stellt dann auch die volle Steuerhöhe dar, denn wie der Name Abgeltungssteuer bereits sagt, sind hiermit alle Steuern abgegolten.

Eine Versteuerung zum persönlichen Satz erfolgt dann nicht mehr. Diese Lösung wird vor allem Menschen mit einem hohen persönlichen Steuersatz freuen, denn diese werden mit der neuen Abgeltungssteuer geringer belastet. Menschen allerdings, deren persönlicher Steuersatz unter 25% liegt, müssen mit höheren Belastungen leben.

Informationen rund um die neue Abschlagsteuer ab dem 01.01.2009:

Änderungen ab dem 01.01.2009:
Das alte Halbeinkünfteverfahren entfällt zum 01.01.2009

Spekulationsfrist und die Änderungen zum 01.01.2009:
Die Spekulationsfrist ab dem 01.01.2009

Verluste verrechnen ab dem 01.01.2009:
Die Möglichkeit der Verlustverrechnung ab dem 01.01.2009

Zuzüglich zur Abschlagsteuer zu zahlen:
Kirchensteuer und Solidaritätszuschlag ab dem 01.01.2009